Nicht alles blüht gleichzeitig – und Verblühtes gehört dazu | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Ein Blick auf unsere „Natur nah dran“-Flächen.

Nicht alles blüht gleichzeitig – und Verblühtes gehört dazu

​​​​​​​Immer wieder wird gefragt, warum auf den Flächen einzelne verblühte Pflanzen stehen bleiben. Wurde das übersehen? Müsste das nicht entfernt werden?

Die Flächen wurden so geplant, dass nicht alles gleichzeitig blüht. Bei der Auswahl der Wildstauden und Wiesenarten wurde darauf geachtet, dass sich die Blüte über die Saison verteilt. Frühe Arten, Sommerblüher und spätere Arten ergänzen sich. Dadurch verändert sich das Bild im Laufe des Jahres immer wieder.

Das bedeutet auch: Einzelne Pflanzen sind bereits verblüht oder setzen Samen an, während andere gerade erst anfangen oder noch folgen. Wer genauer hinschaut, entdeckt deshalb oft gleichzeitig Blüten, Knospen und bereits reife Samenstände auf derselben Fläche. Das gehört zur Idee dieser Flächen. Über viele Wochen hinweg soll immer wieder etwas blühen, Samen bilden oder Tieren Nahrung und Schutz bieten.

Während man zuhause regelmäßig zurückschneidet oder aufräumt, lässt man auf Naturflächen manches bewusst stehen: damit Samen reifen können und Tiere Nahrung, Schutz und Rückzugsorte finden.

Denn nach der Blüte beginnt für viele Pflanzen ein wichtiger Abschnitt: Sie bilden Samen. Ein Teil dieser Samen fällt auf den Boden, wird vom Wind verweht oder von Tieren weitergetragen. So können sich die Pflanzen auf der Fläche wieder aussäen und die Pflanzung entwickelt sich mit der Zeit weiter.

Auch für Tiere sind Samenstände und trockene Stängel wertvoll. Viele Wanzenarten, Käfer und andere Insekten halten sich dort auf. Manche Vögel suchen dort Nahrung für sich oder ihren Nachwuchs. Was für uns trocken und unscheinbar wirkt, kann für Insekten und Vögel noch sehr wertvoll sein.

Deshalb wird nicht alles sofort abgeschnitten, sobald es nicht mehr blüht. Das bedeutet nicht, dass die Fläche vergessen wurde. Blüte, Samenbildung und die Zeit danach gehören bei solchen Flächen zusammen.

Zu unseren „Natur nah dran“-Flächen erreichen uns immer wieder Fragen. Deshalb möchte das Projektteam hier erklären, was auf den Flächen gerade passiert und warum manche Entwicklungen etwas Zeit brauchen. Weitere Fragen, Anregungen oder Beobachtungen werden gerne aufgegriffen. Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich gerne an das Projektteam.

Kontakt:

Tamara Gnatzy
Telefon: 07502 954-16
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