50 Millionen Euro aus dem Ausgleichstock für finanzschwache Städte und Gemeinden im Regierungsbezirk Tübingen | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Mit dem Förderprogramm des Ausgleichstocks können finanziell schwache Gemeinden wichtige kommunale Infrastrukturmaßnahmen realisieren.

50 Millionen Euro aus dem Ausgleichstock für finanzschwache Städte und Gemeinden im Regierungsbezirk Tübingen

Besonders Schulen und Kindergärten sowie Feuerwehrhäuser und Feuerwehrfahrzeuge konnten dieses Jahr gefördert werden.Unter dem Vorsitz von Regierungspräsident Klaus Tappeser hat der Verteilungsausschuss beim Regierungspräsidium Tübingen am 22. Juni 2026 über das Förderprogramm Ausgleichstock für das Jahr 2026 entschieden. Insgesamt wurde die Rekordsumme von 50 Millionen Euro im Regierungsbezirk Tübingen verteilt. Im Vergleich zum vergangenen Jahr haben sich somit die Zuschussmittel nochmals um 8 Millionen Euro erhöht, was einer prozentualen Steigerung von rund 19 Prozent entspricht.

„Die kommunalen Haushalte sind sehr angespannt und haben sich in manchen Gemeinden noch weiter zugespitzt, auch aus diesem Grund hat der Ausgleichstock eine wichtige Bedeutung“, so Regierungspräsident Klaus Tappeser. „Denn viele Maßnahmen können nur mit Hilfe der finanziellen Unterstützung aus dem Ausgleichstock realisiert werden.“
Das Förderprogramm hat das Ziel gleichwertige Lebensbedingungen innerhalb der Städte und Gemeinden zu schaffen. In diesem Jahr wurden 157 Förderanträge bis zum Antragsschluss am 1. Februar 2026 gestellt. Mit dem Ausgleichstock unterstützt das Land Baden-Württemberg vor allem die Infrastruktur und die Wirtschaft der Gemeinden im ländlichen Raum und leistet damit zugleich einen Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen im Regierungsbezirk Tübingen. Gefördert werden neben dem Neubau von öffentlichen Einrichtungen auch dringend erforderliche Sanierungsmaßnahmen an bestehenden öffentlichen Gebäuden.

Investitionsschwerpunkt: Schulen und Kindergärten sowie Feuerwehrhäuser und Feuerwehrfahrzeuge
In die wichtigen Pflichtaufgabenbereiche Bau und Sanierung von Schulen, insbesondere mit dem Schwerpunkt Ganztagsbetreuung an Grundschulen, sowie von Kindergärten und Kinderkrippen mit dem Schwerpunkt „Schaffung von Betreuungseinrichtungen für Kleinkinder“ fließen rund 20,7 Millionen Euro, was 41,4 Prozent der Zuschüsse entspricht. Weitere Förderschwerpunkte stellen die Feuerwehrhäuser und Feuerwehrfahrzeuge mit 8,16 Millionen Euro, der Straßenbau mit 5,35 Millionen Euro, die sonstigen gemeindlichen Einrichtungen mit 3,86 Millionen Euro, die Sanierung und der Neubau von Rathäusern mit 3,6 Millionen Euro, der Bau und die Sanierung von Mehrzweckhallen und Dorfgemeinschaftshäusern mit 3,14 Millionen Euro, die Sportstätten mit 1,98 Millionen Euro, der Neubau von Bauhöfen mit 1,37 Mio. Euro, Hochwasserschutzmaßnahmen mit 1,17 Millionen Euro sowie der Ausbau des Glasfasernetzes mit Zuschüssen in Höhe von 0,69 Millionen Euro dar.

Eine Förderung durch Mittel aus dem Ausgleichstock setzt unter anderem voraus, dass die konkrete Maßnahme nach den Grundsätzen einer leistungsfähigen, sparsamen und wirtschaftlichen Verwaltung geplant wurde.

Text: Regierungspräsidium Tübingen

Zusage Ausgeichstock für die Sanierung und Teilneubau Rathaus Fronreute:

Die Gemeinde Fronreute bedankt sich ganz herzlich beim Land Baden-Württemberg und dem Regierungspräsidium Tübingen für den großartigen und sehr hohen Zuschuss in Höhe von 950.000 EUR für die geplante Sanierung und den Teilneubau des Rathauses Fronreute. Die höchste Förderung bei 27 Anträgen im Landkreis Ravensburg geht somit an die Gemeinde Fronreute und zeigt die gute und wirtschaftliche Planung des Vorhabens.

Oliver Spieß

Bürgermeister